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Gemeinde Fernwald Drucken E-Mail

Fernwald entstand 1971 durch Zusammenschluss der vormals eigenständigen Gemeinden Steinbach, Annerod und Albach. Die Namensfindung basiert auf dem zwischen Annerod und Steinbach gelegenen Waldstück welches als "Fernewald" zum größeren Waldgebiet des "Wiesecker Waldes" (Stadtteil von Gießen) gehörte.

Fernwald liegt etwa 6 km östlich von Gießen.

Fernwald grenzt im Norden an die Gemeinde Buseck, Im Osten an die Gemeinde Reiskirchen, im Südosten an die Stadt Lich, im Südwesten an die Stadt Pohlheim, sowie im Westen an die Stadt Gießen.

Ortsteil Albach
Erstmals Erwähnung in einer Urkunde fand Albach im Jahre 1239. Der Ort liegt zwischen den Gießener und Licher Waldungen. Mit großer Wahrscheinlichkeit bestanden jedoch schon früher Ortsteile mit den Namen Niederalbach und Oberalbach.Ortsteil Albach Diese beiden Siedlungen haben in der Nähe des jetzigen Hofguts Albach, etwas unterhalb der heutigen Siedlung Albach, gelegen. Als die Ritter von Albach ausgestorben waren, ging die Gemeinde in den Herrschaftsbereich der Regenten von Trohe über. Heute leben in Albach etwa 1.100 Einwohner.

Interessantestes Gebäude dürfte hier die evangelische Kirche aus dem Jahre 1774 sein. Sie wurde damals von dem Baumeister Rockstroh entworfen und unter dessen Leitung gebaut. Ein sehr schönes Stück ist die aus dem Jahre 1863 stammende Orgel. Auch einige herrlich verzierte Fachwerkhäuser zieren den Ortsteil Albach. Besonders hübsch eingerichtet ist die alte Schmiede in der Licher Straße. Sie stammt aus dem Jahre 1820. 1975 renoviert ist sie ein wahres Schmuckstück der Gemeinde. Weitere schöne Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert stehen in der Gemeinde.

Ortsteil Annerod
Der Ortsteil Annerod ist von idyllischen Wäldern umgeben. Von Annerod weiß man nicht genau, wie der Ort entstanden ist. Als Möglichkeiten nehmen Historiker an, dass Hüttenberger oder Hausener Bauern oder gar ein Mönch vom Kloster Schiffenberg den Wald rodeten und eine erste kleine Siedlung gründeten. Ortsteil AnnerodIn der Karolingerzeit, so zeigen Bodenfunde, könnte dies geschehen sein. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Annerod im Jahre 1307. Schließlich wurde es 1703 im hessisch-nassauischen Teilungsvertrag Hessen zugeordnet. Die pseudo-gotische Kirche erbaute man in den Jahren 1879/1880. Sie ist mit Holzschnitzarbeiten in ihrem Inneren sehr schön verziert.

Der Ortsteil verzeichnet ein ständiges Wachstum, was durch die Ansiedlung von Industriebetrieben und Ausweisungen von Baugebieten noch gefördert wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte der Ortsteil bezüglich der Einwohnerzahl die stärkste Zuwachsrate aller Gemeinden im Kreis Gießen. Waren es noch 1965 rund 1.500 Einwohner, wuchs die Zahl bis heute auf über 2.800.

Ortsteil Steinbach
Der Ortsteil Steinbach wurde erstmals im Jahre 1141 in einer Urkunde erwähnt. Steinbach hatte immer einen regen Kontakt zu dem Kloster auf dem Schiffenberg. Man zahlte noch im Jahre 1809 die sogenannte Zehnte an den Schiffenberg bis zur Auflösung des Deutschherrenordens.Ortsteil Steinbach Man nimmt sogar an, dass die Gemeinde mit der Gründung des Klosters im Jahre 1129 entstanden ist.

Im Laufe der Jahrhunderte vergrößerte sich der Ort ständig. 1842 legte ein großer Brand den überwiegenden Teil des Ortes in Schutt und Asche. Auch die Kirche blieb davon nicht verschont. Man errichtete von 1845 bis 1848 unmittelbar neben dem alten Gotteshaus eine neue Kirche im neuromanischen Stil.

Heute ist Steinbach geprägt durch seine verkehrsgünstige Lage zur Stadt Gießen und durch den Anschluss an die Autobahn Frankfurt-Kassel und hat etwa 3.100 Einwohner.

Quelle: fernwald.de
 
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